Was ist Korrosion?
Laut DIN 50900 Teil 1 ist "Korrosion die Reaktion eines metallischen Werkstoffes mit seiner Umgebung,
die eine meßbare Veränderung des Werkstoffes bewirkt und zu einer Beeinträchtigung der Funktion eines metallischen
Bauteils oder eines ganzen Systems führen kann. In den meisten Fällen ist die Reaktion elektrochemischer Natur,
in einigen Fällen kann sie chemischer oder metallphysikalischer Natur sein.
Der Begriff Korrosion beschreibt laut DIN EN ISO 8044 die physikochemische Wechselwirkung zwischen einem Metall und
seiner Umgebung, die zu einer Veränderung der Eigenschaften des Metalls führt und die zu erheblichen Beeinträchtigungen
der Funktion des Metalls, der Umgebung oder des technischen Systems, von dem dieser einen Teil bilden, führen
kann. Diese Wechselwirkung ist oft elektrochemischer Natur. Die Norm definiert ebenfalls 37 verschiedene Korrosionsarten.
Wann tritt Korrosion auf?
Aufgrund der vielfältigen Formen von Korrosion ist im nachfolgenden nur der Mechanismus des Rostens beschrieben.
Auf einer Eisenoberfläche (grau) liegt ein Wassertropfen (blau), umgeben von Luft (weiß), siehe Schemazeichnung.
Gemäß der elektrochemischen Spannungsreihe diffundieren positiv geladene Eisenatome in die wässrige Umgebung, die Elektronen
verbleiben im Metall und laden es negativ auf (Siehe (1) in der Schemazeichnung):
(A) 
Zunächst könnte man annehmen, das Eisen reagiere mit dem Wasserstoff des Wassers gemäß (Wasserstoffkorrosion):

Dissoziation des Wassers in Protonen

Die negative Aufladung des Metalls und die Grenzschicht aus positiv geladenen Eisenionen verhindert aber eine schnelle
Umsetzung mit Protonen. Ist Sauerstoff vorhanden, kann er den Transport der Elektronen übernehmen. Im Diagramm
diffundiert
Sauerstoff von außen in den Wassertropfen. Der Konzentrationsunterschied im Wassertropfen erzeugt eine
Potentialdifferenz
zwischen (2) und (3). Der anodische Bereich (2) und kathodische Bereich (3) bilden mit dem Wasser als Elektrolyten eine
galvanische Zelle, die aufgrund des Kurzschlusses zwischen (2) und (3) als Korrosions- oder Lokalelement bezeichnet wird.
Bei (3) reagieren die Elektronen mit Wasser und Sauerstoff zu Hydroxid-Ionen:
(B) 
Die Hydroxid-Ionen bilden mit den Eisenionen Eisen(II)-hydroxid (4). Unter Beteiligung von Sauerstoff und Wasser
fällt schwerlösliches Eisen(III)-oxid-hydroxid aus, das sich auf der Eisenoberfläche bei (5) ablagert (Sauerstoffkorrosion).


Vereinfacht lautet die Summengleichung aus (A) und (B):

Wenn Eisen mit einem anderen Metall in Berührung kommt, entsteht an der Kontaktstelle ebenfalls ein Lokalelement, das
zur Korrosion des unedleren Metalls führt.

Schemazeichnung Korrosion
Warum ist die Korrosionsüberwachung ein zunehmend immer häufiger diskutiertes Thema?
Anlagen werden heute weit effizienter betrieben, als in der Vergangenheit. Dabei werden die Ressourcen der Anlage
teilweise bis zur Auslegungsgrenze belastet. Stillstandszeiten sind optimiert,
so daß für ausführliche manuelle
Inspektionen der Rohrleitungen und Apparate nur wenig Zeit zur Verfügung steht. Gleichzeitig nimmt die Anzahl der
Personen stetig ab, die über so langjährige Praxiserfahrungen verfügen, um zuverlässige Aussagen über Korrosionsprobleme
machen zu können. Häufigere Wechsel der produzierten Substanzen oder Umstellungen der Anlagenfahrweise erschweren eine
zuverlässige Aussage über Korrosionsvorgänge. Durch Korrosion hervorgerufene Anlagenausfälle führen zu Produktionsausfällen,
hohen Reparaturkosten und u.U. auch zu umweltrelevanten Störungen.
Welche Verfahren zur Korrosionsmessung sind bekannt?
Zur Korrosionsmessung werden heute eine Reihe von Verfahren eingesetzt. Man unterscheidet zwischen den direkten Verfahren
und den indirekten Verfahren. Bei den indirekten Verfahren werden Hilfsparameter gemessen die einen Einfluß auf den
Korrosionsvorgang haben. Hierzu zählen z.B. chemische Analysedaten wie:
- pH-Messung
- Gelöstsauerstoffmessung
- Metallionenkonzentration
- mikrobiologische Untersuchung
Alternativ oder zusätzlich kann auf Betriebsdaten wie z.B.:
- pH-Änderungsraten
- Durchfluß
- Temperatur
- Druck
zurückgegriffen werden. Da bei den indirekten verfahren keine Korrosion gemessen wird sondern lediglich Faktoren
die zu einer mehr oder weiniger starken Korrosion führen können, bedarf es einer sehr genauen Prozeßkenntnis und
umfangreichem Know-How der chemischen Reaktionen um einigermaßen aussagekräftige Aussagen zur Korrosion zu machen.
Im Gegensatz hierzu messen direkte Verfahren Korrosionseffekte bzw. Korrosionsmechanismen. Zu den direkten Verfahren zählen z.B.:
- visuelle Inspektionen
- Kupons
- Ultraschallwanddickenmessung
- Röntgenuntersuchung
Diese vier genannten Verfahren werden als passiv/offline bezeichnet. Diese Verfahren liefern Ergebnisse für bereits
aufgetretene Korrosionseffekte. In der Praxis bedeutet dies, daß Mittelwerte der Korrosion über Tage, Wochen oder Monate
ausgewertet werden. Die Meßwerterfassungseinrichtungen sind nicht permanent mit dem
Prozeß verbunden, die Meßergebnisse
liegen also nicht permanent/zeitnah vor.
Neben diesen Verfahren sind mehrere Verfahren bekannt, die als online/aktiv bezeichnet werden:
- Electrochemical Noise
- Lin. Polariz. Resistance
- Harmonic Distort. Analysis
- Electrical Resistance
- FSM
Diese Verfahren liefern teilweise online-Meßwerte und sind für einen permanenten Einsatz im Prozeß vorgesehen.
Wie wird Korrosion üblicherweise gemessen?
Stand der Technik sind so genannte Masseverlustmessungen von Prüfkörpern (Kupons) und Widerstandsmessungen. An Stellen,
an denen Korrosion vermutet wird, werden Kupons in den Prozeß eingebracht. Diese
Kupons werden vor und nach der Messung
gewogen. Aus dem gemessenen Masseverlust wird die Korrosion (Summe aus linearer Korrosion und lokaler Korrosion) bestimmt.
Da diese Prüfkörper über Wochen und Monate im Prozeß verbleiben müssen um
meßbare Masseverluste zu erzeugen, wird lediglich
ein Mittelwert der Korrosion bestimmt. Die Zuordnung von Korrosion zum
momentanen Betriebszustand der Anlage ist nicht möglich.
Die Bestimmung der lokalen Korrosion erfordert eine Mikroskopische Untersuchung des Prüfkörpers durch fachlich sehr qualifiziertes
Personal. Eine gewissenhafte Reinigung des Kupons vor der Verwiegung ist obligatorisch. Sowohl das Einbringen als auch das
Entfernen der Prüflinge sowie die Wägung und Mikroskopische Messung sind arbeitsaufwendig. Die ermittelten Werte müssen
elektronisch erfaßt und aufgezeichnet werden. Diese Erfassung erfolgt in der Regel unabhängig von der Erfassung der Prozeßdaten
(wie Druck, Temperatur, pH-Wert etc.).

Prüfkörper für Masseverlustmessung
Bei der Widerstandsmessung werden Sonden in den Prozeß eingebracht, bei denen das
meßsensitives Element ein Draht ist, der aus
dem gleichen Material ist aus dem auch die zu überwachende Apparatur bzw. Rohrleitung besteht. Der durch Korrosion hervorgerufene
Materialabtrag führt zu einem geringeren Drahtquerschnitt und damit zu einem höheren elektrischen Widerstand. Dieser Widerstand
wird gemessen und so auf die Korrosionsrate geschlossen. Das Meßprinzip setzt eine hochgenaue und langzeitstabile Widerstandsmessung
voraus. Signifikante Ergebnisse ergeben sich erst nach einer gewissen Verweilzeit unter korrosiven Bedingungen, da erst dann ein
entsprechender Materialabtrag eintritt. Das Meßelement ist üblicherweise recht filigran gestaltet und damit recht empfindlich gegenüber
Druckstößen und hohen Strömungsgeschwindigkeiten.
Neben diesen Meßverfahren steht mit der Messung des linearen Polarisationswiderstandes ein echtes online-Meßverfahren zur Verfügung.
Dieses Verfahren, bei dem eine Meßelektrode mit 2 Sonden in den Prozeß eingebracht wird erlaubt jedoch keine Aussage zur lokalen Korrosion,
die für ca. 70% aller Korrosionsschäden verantwortlich gemacht wird.
Darüber hinaus sind Meßprinzipien basierend auf Ultraschallwanddickenmessungen und Schallanalysen entwickelt worden.
Allen geschilderten Meßverfahren gemein ist, daß sie entweder nur eine Korrosionsart messen können, personalintensive sind
oder/und nur Aussagen zum Mittelwert der aufgetretenen Korrosion über Wochen oder Monate machen können.
Was ist SmartCet?
SmartCet ist ein Korrosionsüberwachungsgerät in Form eines Industrietransmitters zur Echtzeit-Korrosionsüberwachung in industrieller
Umgebung.
Wie funktioniert SmartCet?
Eine 3-Sonden-Meßelektrode wird in den Prozeß an der Stelle eingebracht, die auf Korrosion überwacht werden soll. Da die Sonden dieser
Meßelektrode aus dem selben Material wie die auf Korrosion zu überwachende Rohrleitung gefertigt ist, wird an den Sonden ebenfalls Korrosion
auftreten. SmartCet mißt die bei der Korrosion auftretenden elektrischen Signale und wertet diese aus.
SmartCet mißt also nicht die Korrosion an der Behälterwand oder der Rohrinnenwand selbst, sondern die Korrosion an der Meßelektrode des
Geräts. Da diese Elektrode dem selbem Medium wie die Rohr- oder Behälterwand ausgesetzt ist - bei gleichen Prozeßbedingungen wie Druck und
Temperatur – wird an ihr eine weitestgehend identische Korrosion auftreten. Diese Korrosion wird vom SmartCet gemessen und ausgewertet.
Welches Meßprinzip wird im SmartCet eingesetzt?
SmartCet verwendet 3 Methoden zur Korrosionsmessung:
- LPR (linearer Polarisationswiderstand)
Der (Polarisations-)Widerstand, d.h. das Verhältnis aus Strom und Spannung der korrodierenden Sonde, ist in einem kleinen Bereich linear
(vergleichbar mit U=R*I bzw. U/I=R). Der Polarisationswiderstand ist umgekehrt proportional zum
Korrosionsprozeß. D.h. je geringer der
Polarisationswiderstand, desto stärker ist die Korrosion.
Das Meßsystem besteht aus drei Elektroden: Arbeitselektrode (AE), Zählelektrode (ZE) und Referenzelektrode (RE). An der Arbeitselektrode
wird eine DC-Spannung angelegt, deren Spannung sinusförmig variiert wird. Der Strom zwischen Zähl- und Arbeitselektrode wird gemessen.
Der Polarisationswiderstand ergibt sich aus dem Verhältnis von Spannung und Strom. Dieser Polarisationswiderstand ist kein echter Widerstand
im herkömmlichen Sinn, kann jedoch dank der LPR-Technologie als solcher betrachtet werden. Die Stern-Geary-Konstante dient als (der BWert) als
Proportionalitätskonstante. Bei einem unbekannten System wird in der Praxis eine „Grundeinstellung“ für den BWert von 25 bis 30 mV gewählt, da
der BWert systemabhängig ist.
>>> mittels LPR wird die allgemeine Korrosion berechnet.
- HDA (harmonischen Verzerrungsanalyse)
SmartCET berechnet den „echten“ BWert mit einer harmonischen Verzerrungsanalyse (HDA). Anstelle der bei der LPR-Berechnung verwendeten
Grundeinstellung für den BWert erlaubt nun der tatsächliche, berechnete BWert eine genauere Bestimmung der Korrosionsrate. Wie funktioniert
diese Technik?
- a) An die Arbeitselektrode wird eine Wechselspannung mit sehr niedriger Frequenz (10 mHz) angelegt.
- b) Der Strom wird bei 10, 20 und 30 mHz (Harmonische) analysiert.
- c) Der BWert wird aus der Antwort bei den einzelnen Harmonischen berechnet.
>>> Durch Bestimmung des „echten“
- ECN (elektrochemische Rauschmessung)
Korrosion ist ein elektrochemischer Prozeß, bei dem elektrische Potentiale entstehen. Der zeitliche Verlauf dieser Potentiale wird
im SmartCet ausgewertet und zur Berechnung der lokalen Korrosion/Pitting herangezogen.
Die Lochkorrosionsrate ist ein Maß für die Gesamtstabilität des Korrosionsprozesses. Bestimmt wird diese Rate durch eine Messung
des Eigenrauschens des Stroms der Arbeitselektrode und einen Vergleich dieses Meßwerts mit dem Strom der allgemeinen Korrosion, der aus
der LPR-Messung erhalten wurde (Berechnung der allgemeinen Korrosionsrate).
Allgemeine Korrosionsprozesse weisen in der Regel nur ein geringes Eigenrauschen auf, das Verhältnis zum Strom der allgemeinen Korrosion
liegt typischerweise bei ≤1% (Lochkorrosionsrate ≤0,01). Mit dem Einsetzen von Instabilität (Beginn des Lochfraßes), führt das lokal
begrenzte Auftreten von Korrosion zu einem höheren Rauschanteil des Stroms, verglichen mit dem allgemeinen Korrosionsstrom. Dabei kann die
Lochkorrosionsrate einen Wert von 1 erreichen. Die Lochkorrosionsrate kann als Wahrscheinlichkeit betrachtet werden,
daß der Korrosionsmechanismus
lokal begrenzt ist.
>>> mittels ECN wird die lokale Korrosion berechnet (Pitting)
Welche Meßelektroden verwendet SmartCet?
SmartCet verwendet so genannte 3-Sonden-Meßelektroden. Diese Meßelektroden bestehen aus 3 identischen Sonden aus dem gleichen Material
wie die Rohrleitung oder der Anlage in dem Korrosion gemessen wird gefertigt. Diese drei Sonden sind elektrisch von einander getrennt in
einer Aufnahme montiert und mit elektrischen Kontakten versehen. Die drei Sonden können sehr unterschiedliche Formen haben, ja nach Erfordernis
des Prozesses. Eine Standardausführung besteht z.B. aus drei zylindrischen ca. 3 cm langen und ca. 4 mm dicken Sonden, die wie Finger in den
Mediumstrom hineinragen. Honeywell liefert Elektroden in den verschiedensten Materialien und Ausführen. Standardelektroden haben ein Gewinde
zum Einschrauben in den Prozeß. Neben Sonden mit fester Einbaulänge sind auch Typen mit variabler Einbaulänge lieferbar. Daneben sind
Ausführungen mit Flanschmontage sowie zahlreiche Sonderformen lieferbar.
Was mißt SmartCet?
SmartCet mißt bzw. berechnet sowohl die lineare oder allgemeine Korrosion in mm/Jahr als auch die lokale Korrosion oder Pitting. Da Pitting
das Auftreten von kleinen und größeren, tiefen und weniger tiefen kraterförmigen Korrosionsbereichen ist, kann naturgemäß keine leicht
durchschaubare Einheit angegeben werden. Aus diesem Grund wird mit dem Pittingfaktor eine dimensionslose Zahl berechnet, die eine einfache
Aussage zur Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Pitting zuläßt. Zusätzlich wertet der SmartCet den Korrosionsmechanismus-Indikator (KMI) aus.
Dieser Wert ist ein qualitativer Index für das Vorhandensein einer Oberflächenschicht. Eine solche Oberflächenschicht kann z. B. ein organischer
Belag oder aber ein Sulfidschicht sein.
Wie/Wo wird SmartCet installiert?
Die 3-Sonden-Meßelektrode wird an der Stelle im Prozeß montiert, wo mit hoher Wahrscheinlichkeit mit Korrosion zu rechnen ist. Zweckmäßig sind
z. B. die Meßpunkte, bei denen bisher mit den s.g. Kupons Korrosion überwacht wurde.
Was ist das Neue an SmartCet?
- Kombination von 3 bewährten Meßprinzipien zur Korrosionsmessung in einem System
- neuartige Algorithmus (Super LPR) berechnet aus den 3 Meßwerten lokale Korrosion (Pitting) und allgemeine Korrosion
- gleichzeitige Messung und Ausgabe der lokalen Korrosion (Pitting) und lokaler Korrsion (in mm/Jahr) aus einem Gerät
und mit einer Meßelektrode
- Einsatz im rauhen Betriebsumfeld möglich da robustes Gehäuse
- einfache Einbindung in bestehende Infrastruktur durch die Verwendung der 4..20 mA 2-Draht-Technologie und Hart®-Kommunikation
- Einsatz im Ex-Bereich möglich
Was ist SmartCet nicht?
- SmartCet ist kein System zur Überwachung von eMail- oder Gummischutzschichten in Kesseln oder Apparaten.
- SmartCet ist kein System zur Überwachung des Flüssigkeitsaustritts (z.B. in Folge von Korrosion) aus Tanks.
- SmartCet ist kein System zur Überwachung von Korrosion, die nicht einhergeht mit einem elektrochemischen Prozeß
wie z. B. der durch chemischen Angriff hervorgerufene Materialabtrag oder der durch mech. Prozesse (Abrieb, Abrasion, Kaviation) Materialverlust.
- SmartCet dient nicht zur Überwachung der Korrosion außerhalb von Rohrleitungen/Apparaten
Aus welchen Komponenten besteht eine Korrosionsüberwachung mit SmartCet?
Eine Korrosionsüberwachung mit SmartCet beseht aus einer
3-Sonden-Meßelektrode, dem SmartCet-Transmitter sowie ggf. bei getrennter
Montage der Meßelektrode vom Transmitter, einem Verbindungskabel. Zur
Auswertung der Signale kann wahlweise ein PC mit der FieldCet-Software oder
aber ein Prozeßleitsystem, Prozeßvisualisierungssystem o.ä. genutzt werden.
Bei welchen Prozessen kann SmartCet eingesetzt werden?
Das im SmartCet verwendete Meßprinzip benötigt eine gewisse elektrische Leitfähigkeit das die Elektrode umströmenden Mediums.
Prozesse bei denen Medien eingesetzt werden, die elektrisch nicht leitfähig sind, lassen sich mit dem SmartCet in der Regel nicht
auf Korrosion überwachen. Bei Einsatz von Standard-Meßelektroden beträgt die Sondenoberfläche ca. 5 cm2. Ab einer Leitfähigkeit von 100
µS hat
die Leitfähigkeit des Mediums keinen negativen Einfluß mehr auf die Meßergebnisse der Korrosionsmessung. Im Bereich
10...100
µS ergeben sich im
Regelfall akzeptable Meßergebnisse. Eine Vergrößerung der Sondenoberfläche führt bei kleinen Leitfähigkeiten zu stabileren, belastbareren Ergebnissen.
Wie können die Meßwerte des SmartCet ausgewertet werden?
SmartCet gibt die gemessenen Werte über das Standardkommunikationsprotokoll „Hart®“ aus. Die Kommunikation erfolgt über die 4..20 mA-Stromschleife
des SmartCet-Transmitters. Wird der SmartCet nicht in ein Prozeßdatenauswertesysteme bzw. PLS eingebunden, steht mit FieldCet ein PC-Programm zur
Verfügung, das die Meßwerte grafisch darstellt und die Konfiguration des Transmitters erlaubt.
Was sind die Vorteile von SmartCet im Vergleich zu anderen Lösungen?
SmartCet ist zusammen mit der verwendeten Meßelektrode ein Echtzeit-Korrosionssystem zur Inline-Messung direkt im Prozeß. Im Gegensatz zu
anderen Systemen liefert dieses Meßsystem direkt nach Inbetriebnahme zuverlässige Angaben zur momentan auftretenden Korrosion. Durch die Kombination
von drei Meßverfahren werden gleichzeitig sowohl Meßwerte zur linearen Korrosion als auch zur lokalen Korrosion (Pitting) berechnet und ausgegeben.
Ist SmartCet im rauen Betriebseinsatz einsetzbar?
SmartCet ist ein industrietauglicher Korrosionsmeßumformer im kompakten Metall-Transmittergehäuse. SmartCet ist in der Schutzart IP66 ausgeführt.
Der Einsatz im Ex-Bereich, Zone 1 ist möglich – das Gerät ist entsprechend zertifiziert.
Wie wird SmartCet in neue/bestehende Prozeßdatenauswertesysteme bzw. PLS eingebunden?
SmartCet ist ein kommunikationsfähiger 2-Draht-Meßumformer, der seine Meßwerte über das weitverbreitete Hart®-Protokoll an praktisch alle
üblichen Prozeßdatenauswertesysteme bzw. PLS weitergeben kann. Für Systeme, die noch keine Hart®-Kommunikation erlauben sind am Markt Umsetzer
auf Strom-Signale (4...20mA) verfügbar. In jedem Fall ist ein Umsetzer zu wählen, der eine ausreichende (mind. 500V) galvanische Trennung zwischen
Prozeß und Prozeßdatenauswertung sicherstellt. Hierdurch wird sichergestellt, daß auch im Fehlerfall in der Anlage oder im Prozeßdatenauswertesysteme
bzw. PLS keine Spannungsverschleppung stattfinden kann.
Wie kann SmartCet eingesetzt werden, wenn kein Prozeßdatenauswertesysteme bzw. PLS vorhanden ist?
Honeywell bietet Komplettlösungen bestehend aus PC-Softwarepakete, Interface-Module zusammen mit Standard- oder
Industrie-PC-Hardware an, die eine
komfortable und preisgünstige Anzeige, Auswertung und Archivierung der von einem oder mehreren SmartCet-Korrosionstransmittern gemessenen
Korrosionsmeßwerte erlaubt. Anstelle von PC-Hardware kann auch auf die bewährten Honeywell-Grafikschreiber als prozeßnahe Visualisierung und
Archivierung zurückgegriffen werden. |