| SIL SICHERHEITS-INTEGRITÄTSLEVEL |
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Weiterführende Informationen
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SIL-zertifizierte Honeywell-Transmitter
Kurzinfo: |
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Es gibt viele unterschiedliche prozeßtechnische Anlagen. Sie alle dienen der Herstellung von
vielerlei Grundkomponenten für den täglichen Bedarf. Schwierig zu beherrschende
und oftmals gefährliche chemische Prozeßabläufe erfordern dabei von den
Konstrukteuren und Betreibern ein hohes Maß an Know-how und planerische
Kompetenz. Anlagen müssen so sicher gebaut werden, daß sie ungefährlich für
Mensch und Umwelt arbeiten. Richtlinien, Verordnungen und Normen unterstützen
dabei verbindlich die jeweilige Prozeßautomation. Während die „gute
Ingenieurskunst“, gepaart mit wissenschaftlicher Erkenntnis der Produkt- und
Materialtechnik, für stabile Prozesse und gleichbleibende Produktqualität sorgt,
wurden auf Grund von Unglücksfällen in den letzten Jahren Forderungen nach
"Funktionaler Sicherheit" immer lauter. Darunter versteht der Gesetzgeber die sichere Beherrschung der unerwartet eintretenden Störfälle. Zu diesen vorbeugenden Maßnahmen zählen Schutzeinrichtungen der Prozeßleittechnik (PLT-Schutzeinrichtungen), die zusätzlich zur regeltechnischen und inhärenten Bauweise verwirklicht werden müssen. Diese PLT-Schutzeinrichtungen sollen die Anlage im Fehlerfall sicher abschalten, so daß sie keine Gefahr mehr für Mensch und Umwelt darstellt. Auf diese Weise wird ein hohes Risikopotenzial auf ein vertretbares Risiko gesenkt. Als weltweit wichtigstes Normenwerk für die Generierung funktionaler Sicherheit gilt die IEC 61508. Diese Basisnorm schreibt vor, wie Einzelkomponenten und Baugruppen entwickelt und gebaut werden müssen, damit sie höchsten Sicherheitsanforderungen entsprechen. Die Norm bezieht sich ausschließlich auf Elektrische Geräte, Elektronische Geräte sowie Programmierbare Elektronische Geräte – sogenannte E/P/PE-Geräte. Diese Norm regelt außerdem die Dokumentation, die Prüfungs-und Serviceintervalle und den Lebenszyklus der Schutzeinrichtung von der Planung über die Errichtung bis zur Außerbetriebnahme. Aus der Basisnorm IEC 61508 wurde die IEC 61511 erarbeitet. Sie ist ein Leitfaden für die Vorgehensweise zur technischen Absicherung verfahrenstechnischer Anlagen. Ein wesentlicher Teil dieser Norm bezieht sich auf die quantitative Erfassung des Gefährdungspotenzials, das von der Anlage für Mensch und Umwelt ausgehen kann. Im Hinblick auf dieses Gefährdungspotenzial kann der Anlagenplaner PLT-Schutzeinrichtungen entwickeln, die diese Gefährdung minimieren und damit das Restrisiko auf ein tolerierbares Maß absenken. PLT-Schutzeinrichtungen sind etwa Schalt- und Regeleinrichtungen, für deren Einzelkomponenten ein Sicherheits-Integritäts-Niveau SIL ermittelt wurde – auf Basis der Betriebsbewährung, rechnerisch oder entwicklungsmethodisch.
In der nationalen Sicherheitsnorm DIN EN-61508, entstanden aus der internationalen Norm IEC 61508 wird der
Sicherheits-Integritätslevel wie folgt definiert:
Die Betreiber von Anlagen mit sicherheitsrelevanten Funktionen legen im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung
den Sicherheits-Integritätslevel für die jeweilige Sicherheitsfunktion fest.
Entsprechend dieser Festlegung werden die dafür geeigneten Geräte ausgewählt und
zu einem System zusammengeführt. Die Betrachtung der Kennzahlen ist aber für die Einstufung der Geräte nicht hinreichend. Es ist noch eine Betrachtung des Lebensdauerprozesses des Gerätes notwendig. Hierbei werden z.B. die sicherheitsgerichtete Konstruktion und ähnliche Bereiche betrachtet. Das Normenwerk gibt hier spezielle Maßnahmen für die einzelnen Stufen der funktionalen Sicherheit an. Erst die Betrachtung aller Punkte läßt eine Einschätzung zu, ob sich das Betriebsmittel in einem Sicherheitskreis der entsprechenden Sicherheitsanforderungsstufe einsetzen läßt.
Kennwerte für sicherheitsgerichtete Feldgeräte nach IEC 61508
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PFD – Probability of Failure on Demand und der zugehörige SIL-Wert Der Wert PFD (Probability of Failure Demand) gibt die Wahrscheinlichkeit einer Fehlfunktion im Anforderungsfall wieder. Während der SIL-Wert (1-4) ein Maß für das Risiko darstellt, ist der PFD-Wert die in Zahlen ausgedrückte Wahrscheinlichkeit des Ausfalls - und damit die Datenbasis für die rechnerische Ermittlung der durchschnittlichen Ausfallwahrscheinlichkeit PFDav der PLT-Schutzeinrichtung. PFD-Werte sind direkt den SIL-Klassen zugeordnet und werden in Werten zwischen 10-1 und 10-5 dargestellt.
SFF - Safe Failure Fraction
HFT Hardware Fault Tolerance
Weitere Annahmen auf Grund der Konstruktion des Gerätes
Für die Auswahl eines geeigneten Transmitters für Anwendungen mit SIL-Klassifizierung sollten folgende Punkte beachtet werden: Es ist immer zu beachten, daß ein SIL-klassifizierter Transmitter nur ein Teil eines Sicherheitskreises ausmacht - erst die Bewertung der Zusammenschaltung aller Komponenten des Sicherheitskreises ergibt den SIL-Level der Schutzeinrichtung.
Haftungsausschluß |
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