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Fusion4 MiniPak
Zu den besonderen Merkmalen des Fusion4 MiniPak zählt unter anderem eine kristallklare 3,5-Zoll-Farbanzeige mit QVGA-Auflösung, die auf 11 Sprachen
umgeschaltet werden kann, unter anderem auch Chinesisch und Japanisch. Mithilfe des Fusion4 LAD (lokales Bedienterminal), das zusammen mit dem Fusion4 MiniPak
eingeführt wird, kann das Gerät zudem binnen 45 Sekunden vollständig konfiguriert werden. Mit dem tragbaren LAD liegen die Vorteile der neuen Plattform
wortwörtlich auf der Hand – und zwar indem es dem Bediener die bidirektionale Datenkommunikation zwischen dem SSC (Regler für einzelne Produktströme) und
dem LAD ermöglicht. Damit ist eine schnelle und sichere Übertragung von Transaktionsdaten, Konfigurationsdateien und Kalibirierungsaufzeichnungen von oder
zum SSC und LAD möglich. Darüber hinaus kann die jeweilige Firmware direkt im Feld aktualisiert werden. Der neue Fusion4 SSC ist abwärtskompatibel mit allen
bisherigen Additiveinspritz- und Mischsystemen von Honeywell Enraf. Eine Anbindung an die aktuellen tragbaren Infrarotgeräte ist ebenfalls möglich.
Zusätzliche Funktionen, wie der neue Kalibrierungsassistent, dienen beispielsweise zum automatischen Aufzeichnen aller Kalibrierungstransaktionen, die am Gerät
ausgeführt werden. Dabei werden unter anderem Zeitstempel, Kalibriervolumen, Korrekturen des K-Faktors und die Seriennummern der Messgeräte erfasst. Diese
Daten können über das Fusion4 Portal oder direkt über das LAD heruntergeladen werden und gestatten so ein unmittelbares Erstellen von Kalibrierungsaufzeichnungen.
Eine weitere neue Erweiterung des SSC ist die Diagnosekonsole. Sie ermöglicht eine Überwachung der gesamten Geräte-Hardware, einschließlich der Impulseingänge
und analogen E/A, über nur einen Bildschirm und damit die sofortige Analyse aller vom SSC überwachten Funktionen, wie etwa Temperatur des
Prozessstroms, Impulsau sgaben der Messgeräte oder Kommunikationsverkehr. |
Allgemeines
Der Fusion4-Additiveinspritzregler für einzelne Produktströme, kurz SSC-A (Single Stream Controller-Additive), ist ein intelligentes Gerät für
hochgenaue Anwendungen im Bereich Additiveinspritzung. Das für den Ex-Bereich ausgelegte System ist mit modernster Mikroprozessor-Technologie ausgestattet.
Die wesentliche Funktion des SSC-A besteht in der Regelung und Überwachung eines einzelnen Additiveinspritzstroms. Er kann in allen Anwendungen zum Produkttransfer
eingesetzt werden, in denen mehrere Produkte genau gemischt werden müssen, etwa beim Be- und Entladen von Tanklastern und Schienenfahrzeugen oder bei Transfers
über Rohrleitungssysteme.
Funktionsprinzip
Das Funktionsprinzip des SSC-A basiert im Wesentlichen auf der Überwachung des Rohproduktstrom-Durchflusses, der dann zur Taktung der
Additivzugabe entsprechend des vordefiniertes Zielverhältnisse in Teilen pro Millionen (ppm) verwendet wird.
Die Steuerung des Additivstroms erfolgt durch genaues und schnelles Einspritzen von sehr kleinen Additivmengen in sich regelmäßig wiederholenden Intervallen.
Der SSC-A ist eine zyklisch arbeitende Einspritzvorrichtung, das Additiv wird also diskontinuierlich abgegeben. Über ein internes Rezept wird gesteuert,
wieviel Additiv dem Prozessstrom zugegeben wird, um das richtige Verhältnis einzuhalten. In einer typischen Anwendung überwacht der Regler den Prozessdurchfluss.
Sobald das Additiv benötigt wird, öffnet der Regler ein Magnetventil und spritzt eine kleine Menge des Additivs in den Prozessstrom ein. Ist die erforderliche
Menge erreicht, schließt der Regler das Ventil wieder und wartet, bis der nächste Einspritzvorgang erforderlich ist. Auf diese Weise wird der Einspritzzyklus
ständig wiederholt, um die Additivzuführung an den Prozessdurchfluss anzupassen. Ziel der zyklischen Einspritztechnologie ist ein gleichförmiges Vermischen von
Produkt und Additiv.
Beim Großteil der verwendeten Rezepte sind im Verhältnis zum Prozess vom Additiv nur wenige Teile pro Millionen erforderlich.
In der Regel ist für den Betrieb des SSC-A Folgendes erforderlich:
- AC-Versorgung
- Einrichtung des Steuersignals
- Freigabesignal (optional)
- Zielverhältnis von Additiv zu Zielprodukt (ppm)1
Die Einspritzregelung des SSC-A kann in verschiedene Betriebesarten erfolgen:
- Selbsttaktender Modus:
Die Einspritzung des SSC-A erfolgt autonom anhand der Vorgaben für Zeit und Medienvolumen (konfigurierbar)
- Intelligenter Modus:
Eine externe Triggerquelle (Impulseingang, digitaler Eingang, Analogeingang oder Kommunikation) sorgt dafür, dass der SSC-A ein konfigurierbares
Additivvolumen einspritzt.
- Slave-Modus:
In diesem Modus erfolgt die Regelung der Additiveinspritzung vollständig über ein externes
Gerät.
Um den SSC-A optimal an die vielen spezifischen Anwendungsgebiete anpassen zu können, stehen verschiedene konfigurierbare Parameter bereit. |